In der Lotusweberei - In the lotus weaving

In der Lotusweberei, Inle See 2018

Der letzte Stopp auf der Tour durch die Handwerksbetriebe ist nach der Silberschmiede und der Schirmwerkstatt die Lotusweberei. Hier wird das teuerste Garn der Welt hergestellt. Selbst Seide sieht dagegen blass aus. Der Verkaufspreis der Produkte aus Lotus ist fast doppelt so hoch wie der von Seidenprodukten. Doch auch der Unterschied ist spürbar. Jeder, der schon einmal gute Seide angefasst hat, wird erstaunt darüber sein wie zart die Lotusfäden sind und wie wundervoll sich der Stoff anfühlt.

Bis die hochwertigen Textilien allerdings fertiggestellt sind, braucht es seine Zeit. Nicht umsonst ist das Garn so teuer. Zunächst müssen die Lotusstängel geöffnet und die wenigen darin befindlichen Fäden herausgekratzt werden. Diese werden dann gesponnen und je nach Wunsch gefärbt. Danach beginnt die Arbeit der Weberinnen, die an großen, hölzernen Webstühlen nach vorgegebenen Designs die wertvollen Fäden in wundervolle Kunstwerke verwandeln. Tage, sogar Wochen kann dies dauern, je nach Aufwand des Musters und der Anzahl der unterschiedlichen Farben.

Von der umliegenden Landschaft bekommen die Frauen meist wenig mit, aber da es ihr gewohntes Umfeld ist, sind sie sicher nicht mehr ganz so hungrig nach dem Anblick wie die Touristen. Um so schöner, dass man nach dem Besuch endlich ein Stück auf dem offenen Inle See fährt um zum Nga Phe Kyaung, dem Springende Katzen Kloster, zu gelangen.

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