In einer Weberei - In a weaving

In einer Weberei, Amarapura 2018

Auf dem Weg nach Amarapura – der Stadt der Unsterblichen, südlich von Mandalay, befinden sich viele Handwerksbetriebe, wie Steinmetze, Holzschnitzer, Bronzegießer und Webereien. Das sehr dörflich anmutende Amarapura ist das Zentrum der Baumwoll- und Seidenweberei und lebt heute hauptsächlich davon. Der beschauliche Ort ist bekannt für seine traditionelle Seidenweberei, die in tausenden Manufakturen bis zur Perfektion betrieben wird. Am Stadtrand befindet sich der Taungthamansee mit der längsten Teakholzbrücke der Welt, der U-Bein-Brücke.

In diesen Webereien arbeiten ausschließlich Frauen, die in Handarbeit die farbenprächtigen Stoffe für die Longjis, die traditionelle Kleidung der Burmesen, herstellen. Die Muster werden wie bei Knüpfteppichen mit einzelnen Fäden auf verschiedenen Schiffchen gearbeitet. Es sieht fast ein wenig wie beim Klavierspielen aus mit den „Notenblättern“, die auf Augenhöhe vor den Frauen am Webstuhl hängen. Hier ist das Muster ausgezeichnet, das am Ende entstehen soll. Zudem arbeiten die Frauen verkehrt herum. Um das richtige Bild zu erkennen, müssen sie einen Spiegel unter ihre Arbeit halten. Für einen Longji arbeiten die Frauen meist mehrer Tage, es können aber auch Wochen sein, je nach Aufwendigkeit des Musters.

 

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