Mandalay

Stadtansichten Mandalay, Myanmar 2018

Mandalay ist eine Stadt im Zentrum von Myanmar (Birma) an einer Biegung des Irawadi-Flusses. Die alte Königsstadt ist die zweitgrößte Stadt des Landes nach Rangun. Blickfang der Stadt sind der heilige Mandalay Hill sowie der große Königspalast, in dem allerdings nur einige wenige Gebäude zu besichtigen sind. Mandalay wurde von König Mindon 1857 in freiem Gelände am Ufer des Irawadi errichtet. Fortan diente sie als Hauptstadt des birmanischen Reiches und hatte damit das nur 5 Kilometer entfernte Amarapura als Regierungszentrum abgelöst.

Am 28. November des Jahres 1885 marschierten britische Truppen in Mandalay ein und plünderten den Königspalast. König Thibaw war gezwungen ins Exil nach Indien zu flüchten. Hauptstadt der Kolonie wurde Rangun (jetzt: Yangon). Im Zweiten Weltkrieg wurde Mandalay bei Kämpfen zwischen der japanischen Armee und den Briten weitgehend zerstört, der Königspalast in Schutt und Asche gelegt.

Neben dem Anbau von Reis in der fruchtbaren Ebene um Mandalay prägen unterschiedliche Handwerksbetriebe, unter anderem die Herstellung von Blattgold, Marionetten, Papierschirmen und Seidenweberei sowie der Tourismus das Wirtschaftsleben der Stadt. Aufgrund seiner strategisch günstigen Lage am Transit-Verkehrskorridor zwischen Südchina und dem Indischen Ozean ist die Bedeutung der Stadt als wichtiges Wirtschaftszentrum von Birma weiter gestärkt worden.

Mandalay bietet seinen Besuchern eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten. Neben dem schon erwähnten Mandalay Hill und dem Königspalast, gibt es zahlreiche Pagode, deren Wichtigste die Mahmuni Pagode und die Kuthodaw Pagode sind. Außerdem hat die Stadt wichtige Kloster, wie das Shwe In Bin Kyaung, das ganz aus Teakholz besteht, das Phaung Daw Oo Kloster östlich des Königspalastes, das Neue MaSoe Yein Kloster, das heute 27.000 Mönche beherbergt und das Shwenandaw Kyaung.

Doch nicht nur die kulturellen Angebote der Stadt verzaubern, auch die Handwerkskunst ist einen Besuch wert. Meist sind es ganze Straßenzüge, die dabei von einem Handwerkszweig eingenommen werden, wie zum Beispiel die Straße der Steinmetze, aber auch kleinere Betriebe für Weberei oder Goldschmiedekunst bieten interessante Einblicke.

Von Madalay aus sind Tagestouren nach Mingun, Amarapura und Sagaing zu empfehlen. Mingun im Norden erreicht man mit der Fähre, Amarapura und Sagaing kann man mit dem Auto oder Rollertaxi besuchen. Bei einem Ausflug nach Amarapura sollte man in jedem Fall noch das Boot besteigen und nach Inwa übersetzen. Neben wichtigen kuturellen Gebäude ist vor allem das ländliche Leben auf der Halbinsel sehenswert.

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