Schildrohrflötenhöhle - Reed Flute Cave

Schilfrohrflötenhöhle, Guilin 2017

Die größte und beeindruckendste Höhle von Guilin ist die Schilfrohrflötenhöhle, auch bekannt als „der Palast der Naturwissenschaften“, die sich im Berg des Lichtes nordwestlich der Stadt befindet. Sie hat ihren Namen von dem Schilfrohr, das am Eingang der Höhle wächst und aus dem man Flöten anfertigen kann. In der 240 Meter tiefen Tropfsteinhöhle wandelt man auf einem 500 Meter langen Weg durch ein Meer von Stalaktiten und Stalagmiten. Eine Grotte, die ‚Kristallpalast des Drachenkönigs‘ genannt wird, fasst 1.000 Menschen. Heutzutage beleuchtet mehrfarbiges Licht die Höhle künstlich. Die Illumination ist zwar eindrucksvoll, aber es wird dadurch auch der Moos- und Algenbewuchs gefördert.

Wie die Terracotta Armee von Xi´an wurde die Schilfrohrflötenhöhle ebenfalls von einem Bauern entdeckt, bzw. wiederentdeckt, da die Höhle den Einwohnern bereits zu früheren Unruhezeiten als Zuflucht diente. Sie ist über 180 Millionen Jahre alt. Außerdem gibt es mehr als 70 in Tinte geschriebene Inschriften, die in die Tang-Dynastie bis 792 n. Chr. datiert werden können. Diese alten Inschriften erzählen davon, dass die Höhle seit der Antike eine Attraktion in Guilin war. Heute gilt sie als eine der vier größten Touristenattraktionen der Stadt, neben dem Li Fluss, dem Elefantenrüsselberg und den Longji Reisterrassen.

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