Tham Chang

Tham Chang, Vang Vieng 2017

Die atemberaubenden Kalksteinberge, die die laotische Stadt Vang Vieng umrahmen, sind durch unterirdische Höhlensysteme regelrecht zerklüftet. Einige der Höhlen sind mit elektrische Licht und gemauerten Stufen gut erschlossen, andere wiederum müssen im Schein der Stirnlampe erforscht werden. Manche Höhlen haben unglaubliche Ausmaße und sind mit Stalagmiten und Stalaktiten geschmückt, manche sind so klein, dass sich ein Mensch kaum durch die winzigen Öffnungen zwängen kann. Einige sind mit Wasser gefüllt und können per Tube oder Kajak erkundet werden, andere dienen seit Jahrhunderten als Tempelstätten der buddhistischen Gläubigen.

Tham Chang ist zwar nicht die beeindruckendste Höhle,aber sehr beliebt. Die weitläufige Höhle ist gut beleuchtet und liegt südwestlich von Vang Vieng im Pha Lao Berg. Über eine Holzbrücke gelangt man zu einer Treppe, die steil nach oben, zum Höhleneingang führt. Durch die erhöhte Lage hat man einen herrlichen Ausblick auf Vang Vieng und die mit Reisfeldern erschlossene Umgebung. Am Fuße der Höhle befindet sich ein natürliches ‚Schwimmbecken‘, das gern von einheimischen Kindern zum Baden genutzt wird. Im frühen 19. Jahrhundert in den Ho-Kriegen, die zwischen 1865 und 1890 in Tonkin, Nord-Laos und Nord-Thailand stattfanden, wurde die Höhle als Bunker bzw. Versteck benutzt.

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