Vientiane

Stadtansichten Vientiane, Laos 2017

Vientiane ist seit 1975 die Hauptstadt der Demokratischen Volksrepublik Laos und das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum des Landes. Offiziell hat die Stadt etwa 350.000 Einwohner.  Vientiane erstreckt sich inmitten einer üppigen Landschaft über mehrere Kilometer am Ufer des Mekong, der die Landesgrenze zu Thailand bildet.

Gegründet im 13. Jahrhundert als Stadt im Reich Lan Xang, entwickelte sich Vientiane stetig neben der eigentlichen Hauptstadt Luang Prabang. 1563 schließlich wurde Vientiane zur neuen Hauptstadt. Nach dem Zerfall des Reich Lan Xang war das Königreich Vientiane als Vasallenstaat Teil des wiedererstarkten siamesischen Machtbereichs. Nach der Niederlage Königs Anuvong 1826 wurde ein Großteil der Bevölkerung des heutigen Zentral-Laos auf die andere Seite des Mekongs verschleppt, deren Nachkommen heute die Ethnie der Lao Wiang in Thailand bilden.

Durch Abtretung Siams wurde Vientiane 1887 französisches Protektorat und ein Teil von Französisch-Indochina. Es entwickelte sich jedoch kaum, da die Franzosen ihre Interessen auf Vietnam konzentrierten. 1940, nachdem Deutschland Frankreich im Zweiten Weltkrieg militärisch besiegt hatte, nahmen die Japaner Vientiane und ganz Laos in ihre Gewalt, ließen jedoch offiziell die französische Kolonialverwaltung im Amt.

 

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