Preah Khan

Preah Khan, Angkor 2017

Früher war Preah Khan als Nagarajayashri  – glückliche, siegreiche Stadt – bekannt. Der moderne Name bedeutet ‚Heiliges Schwert‘ und bezieht sich auf das Nationalheiligtum des Khmer-Reiches, von dem heute eine Kopie im Königspalast von Phnom Penh aufbewahrt wird.

Preah Khan wurde ab 1184 von Jayavarman VII. erbaut und 1191 seinem Vater geweiht. Preah Khan war nicht nur ein buddhistisches Heiligtum, sondern barg auch zahlreiche Schreine für Götter aus der hinduistischen Kosmologie, lokale Geister, königliche Ahnen und andere vergöttlichte Menschen. Mit 102 Prasat und mehrern Steinbauten war es eine richtige Stadt. Die Gründungsstele preist die Geschenke von Dorfbewohnern, die täglich weißen Reis lieferten und erwähnt 97,840 Menschen, die hier lebten. Neben den königlichen Stiftungen war Preah Khan auch eine berühmte Lehranstalt, gestaltet nach dem Vorbild großer indischer, buddhistischer Universitäten.

Der verhältnismäßig gut erhaltene Komplex zählt zu den formenreichsten und bedeutendsten Flachtempeln des Kulturkreises. Im 20. Jahrhundert begannen gründliche Restaurierungsarbeiten. Diese konnten allerdings nur die Steinbauten betreffen, denn nach fast einem Jahrtausend waren die Holzbauten so gut wie spurlos verschwunden.

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