Speicherstadt

Speicherstadt, Hamburg 2017

Backsteingebäude, Kanäle, Brücken: Hamburgs Speicherstadt. Der weltgrößte zusammenhängende Lagerhauskomplex entstand Ende des 19. Jahrhunderts und wird geprägt von wilhelminischer Backsteingotik der Gründerzeit. Seit 1991 steht er unter Denkmalschutz und ist seit dem 5. Juli 2015 mit dem benachbarten Kontorhausviertel und dem Chilehaus auf der Liste des UNESCO-Welterbes.

Die Speicherstadt wurde zwischen 1883 und 1927 südlich der Altstadt auf den ehemaligen Elbinseln und Wohnquartieren Kehrwieder und Wandrahm in drei Abschnitten erbaut, der erste Abschnitt war 1888 fertiggestellt. Erbaut wurde die Speicherstadt als Freihafengebiet, in dem Händler ihre Ware zollfrei lagern durften. Die Lagerhäuser sind auf Eichenpfählen gebaut, und das Viertel ist durchzogen von den sogenannten Fleeten – Kanälen, die je nach Gezeitenstand geflutet sind und dann auch mit dem Schiff befahren werden können. Die Abfahrt erfolgt meistens bei den Landungsbrücken in St. Pauli. Jedes Haus verfügt über Anbindung ans Wasser und an die Straße.

Heute braucht man bei Spaziergang durch die Gassen ein wenig Fantasie, um sich vorzustellen wie es hier einmal zugegangen ist, denn Waren werden hier kaum mehr gelagert. Nur in machen Gebäude finden sich noch Lagerräume für orientalische Teppich. Früher wurde hier neben Teppichen vor allem Kaffee, Tee und Gewürze gelagert.

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