Tamsui

Stadtansichten Tamsui, Taiwan 2017

Tamsui, oft auch Tanshui oder Tamshui geschrieben, ist ein Bezirk der Stadt Neu-Taipeh im Norden Taiwans mit gut 140.000 Einwohnern. Der früher Hùweǐ bzw. Hobe genannte Ort liegt nordwestlich von Taipeh an der Mündung des Tamsui-Flusses in die Formosastraße.

Von 1629 bis 1641 war Tamsui von den Spaniern besetzt. Das von ihnen 1629 erbaute Fort San Domingo gehört noch heute zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Nach der Vertreibung der Spanier stand der Hafenort einige Jahre unter der Herrschaft der Holländer bzw. der Niederländischen Ostindien-Kompanie.

Nach dem Vertrag von Tianjin im Jahre 1860 öffnete die chinesische Regierung den Hafen für den Auslandshandel. Exportiert wurden vor allem Tee, Kampferholz, Schwefel und Kohle. Handelsfirmen vieler westlicher Länder ließen sich in Tamsui nieder.

Mitte des 19. Jahrhunderts war Tamsui der wichtigste Hafen Taiwans, aber die Bedeutung des Ortes als Hafen verringerte sich im 20. Jahrhundert infolge starker Verlandung, und in der Folge übernahm Keelung die Rolle als wichtigster Hafen im Norden.

Gut zu wissen:
Zollkai
Öffnungszeiten: je nach Ausstellung
Eintritt: frei
Website: www.tshs.ntpc.gov.tw (Chinesisch/Englisch)

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