Shuinandong Schmelze - Shuinandong Smelter

Shuinandong Schmelze, Neu-Taipeh 2017

Der Goldrausch verwandelte die Dörfer Jiufen und Jinguashi bis in die 1950er Jahre in wohlhabende Goldminenstädte, als der Bergbau abgebrochen wurde, erlebte die Region einen herben Niedergang.

Gegründet während der japanischen Kolonialzeit, war die Shuinandong Schmelze die größte in Asien zu der Zeit. Sie wurde gebaut, um Gold- und Kupfererze zu behandeln, die reichlich und hochgradig in der Gegend waren. Die Gebäude sind in einen Hang eingebaut, dessen abgestufte Bauweise ihr den Namen ‚die Überreste der 13 Stufen‘ verleiht.

Bei genauerem Hinsehen entdeckt der Besucher allerdings insgesamt 18 Levels. Nach der japanischen Kapitulation am Ende des Zweiten Weltkriegs und der Wiederherstellung Taiwans im Jahr 1945 wurde das Taiwan Gold und Kupfer Mining Bureau im Jahre 1946 gegründet, um die Bergbauindustrie zu beaufsichtigen. Als die Goldablagerungen trocken liefen, ging die einst glänzende Goldindustrie durch einen Abschwung und erholte sich nie wirklich. Die neu umbenannte ‚Taiwan Metal Company‘ verlagert daher ihren Fokus auf den aufkeimenden Kupfermarkt.

Das festungsähnliche Erscheinungsbild ist geheimnisvoll genug, aber die Shuinandong Schmelze verfügt zudem über eine der längsten betonierten Pipeline-Lüftungssysteme der Welt, mehr als 1.000 Meter lang.

Die verlassene Shuinandong Schmelze ist heute Anlaufpunkt für Besuchern, die die surrealen Überreste vergangener Tage besichtigen und die Geschichte des Wohlstands und des Niedergangs erforschen wollen. Mittlerweile ist das Gelände vollständig für die Öffentlichkeit gesperrt, so dass nur ein Blick von außen bleibt.

 

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